“Geld schläft nicht”

„Geld schläft nicht“, der Nachfolger des Klassikers Wallstreet, gibt, wie viele andere Filme aus dem Genre, Einblicke hinter die Kulissen der Finanzwelt. Im letzten Monat wurde die Rubrik „Die schöne Seele“ vorgestellt, in der Artikel aus einem philosophischen Blickwinkel heraus aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgreifen und ethisch diskutieren sollen. Inwieweit das Handeln Gordan Gekkos, gespielt von Michael Douglas, in dem Film als ethisch angesehen werden kann, bedarf keiner langen Diskussion.

Doch häufig verengt sich der Blick, wenn es um das Beziehungsgeflecht aus Politik und Wirtschaft geht. Schnell stehen Begriffe wie Lobbyismus oder Kapitalismus im Raum und die Politik sieht sich mit dem Vorwurf der Manipulierbarkeit konfrontiert. Immer wieder zeigen Ereignisse, wie jüngst der Abgasskandal, dass die Beziehung zwischen Politik und Privatwirtschaft nicht immer ganz einfach ist. Dennoch ist sie notwendig, da nur eine funktionierende Wirtschaft und damit verbundene Steuereinnahmen politische Handlungsfähigkeit und Gestaltungsspielräume sicherstellen können. Das, was an dieser Beziehung häufig kritisiert wird, ist gar nicht so sehr ihre Existenz, sondern fehlende Transparenz. Ähnlich wie der Film Wallstreet, sollen Artikel der hammelsprung-Rubrik „Geld schläft nicht“ einen Einblick hinter die Kulissen geben und zur Diskussion anregen.

Das Themenspektrum dieser Rubrik reicht aber über die Schnittstelle von Wirtschaft und Politik hinaus. So sollen beispielsweise Themen wie die aktuelle Rentendebatte, Finanzmarkt- und Geldpolitik auf nationaler und europäischer Ebene, sowie Fragen rund um die Weltwirtschaft und auch die Sozialpolitik diskutiert und den LeserInnen hierzu Informationen geliefert werden. Denn: „Der wichtigste Gebrauchsgegenstand, den ich kenne, ist die Information.“ (Gordan Gekko).

Aus der Chefredaktion, Fabian Gerls

Fabian Gerls ist Chefredakteur des hammelsprung. Er studierte Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und ist seit 2017 Masterstudent an der NRW School of Governance. Praktische Erfahrungen konnte er unter anderem im Landtag NRW, dem Deutschen Aktieninstitut und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen sammeln.